Näher am Schlachthof

Es lohnt nicht länger zu schweigen, den Neid zu verleugnen. Letztes Jahr habe ich immerhin gut 444km auf mich genommen, um mein Exil zu verlassen und dem Fest van Cleef beizuwohnen. Morgen geht die Hampelei wieder los. In Potsdam (war ich gerade erst, dumm gelaufen), Bremen (habe ich gerade erst im Schlamm gesteckt) und Karlsruhe. Während gewisse andere Personen also das Glück haben, das sie womöglich gar nicht richtig zu schätzen wissen, Austragungsort für die GHvC-Weltmeisterschaft zu sein – dem sagenumwobenen Gelände am Schlachthof in Karlsruhe, wo vermutlich abertausende glückliche Badensern Barden Badner, begleitet vom markerschütternden Quieken weniger glücklicher Schweine, einen schönen Tag mit Wein und Gesang verbringen, wird die Lederhosen-Region Deutschlands reichlich stiefmütterlich behandelt.

Das Salz in meiner Wunde, die beiden Höhepunkte des Festivals:
  1. Kein Tomte
  2. Dafür die Urban-Lyriker aus dem Friedrichstadtpalast Hamburg: Kante
Liebe Bewohner der Fächerstadt, lasst Euch gesagt sein, Rache ist süß.

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