Angriff vom Planeten Franconia

Mein Blick schweifte über die Stadt. Häuser, die normalerweise hell beleuchtet waren, lagen in absoluter Dunkelheit da. Die leuchtende Dunstglocke, die sonst über Erlangen hing, war verschwunden. Der Schlot der Stadtwerke war abgeknickt, diverse Hochhäuser in sich zusammengestürzt. Immerhin, so dachte ich, die Vögel schienen übermäßigen Appetit auf die architektonischen Hässlichkeiten dieser Stadt zu haben. Demensptechend konnte man davon ausgehen, dass der Lange Johann komplett gefressen worden war, und das Rathaus stand mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr. Die alten Siemensgebäude konnte man bei dieser Schätzung getrost übergehen – Siemens war letztes Jahr nach Polen ausgewandert; protestiert, wie seiner Zeit bei AEG hatte niemand.
aus Tobias Bachmann, Der Untergang der Stadt Erlangen in: Rückkehr zum Planeten Franconia, Bernd Flessner (Hrsg.)

Übrigens eine standesgemäße Scifi-Räuberpistole, die auch der abstrusesten Jan Tenner-Hörspielfolge das Wasser reichen kann. Wenn Erlangen schon untergeht, dann muss es auch schön miefig sein.

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